Derbytime in Kirchberg | Vorbericht
16. September 2026
Morbach kommt am Mittwoch
Findet Kirchberg im kleinen Derby wieder in die Spur?
Drei Punkte stehen nach sechs absolvierten Spieltagen auf dem Konto des TuS Kirchberg, zehn sind es bei Gast FV Morbach, der nach zwei Niederlagen zuletzt gegen Laubach wieder in die Spur fand. Gelingt das dem TuS Kirchberg am Mittwochabend?
Nein, es ist bislang nicht die Saison des TuS Kirchberg. Der ist weiter Tabellenvorletzter in der Fußball-Rheinlandliga, hat drei Punkte auf dem Konto – und die resultieren aus einem knappen 1:0-Sieg gegen Schlusslicht TuS Mayen am dritten Spieltag. Vielleicht kommt da das kleine Derby am Mittwochabend (20 Uhr) und in der englischen Woche gegen die FV Morbach genau zur rechten Zeit?
Mit Blick aufs Personal wohl eher nicht, denn da bleibt die Lage – und das ist sicherlich ein, wenn nicht sogar der Hauptgrund für die Misere – weiter angespannt. Am Samstag bei der 0:2-Niederlage gegen Schneifel spielte Coach Selim Denguezli selbst von Beginn an als Sechser. Das war nicht unbedingt taktischen Erwägungen geschuldet oder mit der Hoffnung verbunden, dass dann alles besser wird. Aber nachdem mit Kevin Engelmann, Louis Wilki und Tim Müller, der kurzfristig krankheitsbedingt hatte passen müssen, drei potenzielle defensive Mittelfeldspieler ausgefallen waren, half der Coach selbst aus. Müller könnte am Mittwochabend zurückkehren, sicher ist das aber noch nicht.
„Alles, was ich tue, tue ich, um dem TuS Kirchberg und der Mannschaft zu helfen. Ich hatte gegen Schneifel schon das Gefühl, dass ich der Mannschaft ein bisschen Stabilität gebe, ich weiß aber auch, dass es sinnvolle Gründe gibt, warum ein Trainer draußen stehen sollte.“
Kirchbergs Coach Selim Denguezli
Ist Denguezli dann wieder eine Option? „Ich wusste, dass die Frage kommen würde“, sagt er – und hat sich eine entsprechende Antwort überlegt. „Ich überlege natürlich, was für mich der sinnvolle Schritt ist. Alles, was ich tue, tue ich, um dem TuS Kirchberg und der Mannschaft zu helfen. Ich hatte gegen Schneifel schon das Gefühl, dass ich der Mannschaft ein bisschen Stabilität gebe, ich weiß aber auch, dass es sinnvolle Gründe gibt, warum ein Trainer draußen stehen sollte. Es wird hier keine generelle Entscheidung für oder gegen etwas geben, sondern es ist immer ein Abwägen: Wie helfe ich der Mannschaft am meisten?“ Heißt im Klartext: Denguezli lässt komplett offen, ob er am Mittwochabend auflaufen wird.
Am Kader jedenfalls wird sich nicht allzu viel ändern. Jannick Rode saß schon gegen Schneifel auf der Bank, war aber zu keinem Einsatz gekommen. Gegen Morbach wird er sicher wieder auf der Bank sitzen – für wie lange es nach seiner Schulterverletzung reichen wird, muss sich zeigen. Dass er in der Kette ebenfalls ein stabilisierender Faktor wäre, daran zweifelt in Kirchberg sicherlich keiner. Die beiden Youngster Luca Aust und Enrico Geiß werden neben den Langzeitverletzten jedenfalls ausfallen.
TuS defensiv und offensiv mit zu schlechtem Zweikampfverhalten
Aber das sind alles Themen, mit denen sich Denguezli gar nicht groß auseinandersetzen will. Schlicht, weil er daran ohnehin nichts ändern kann. Was sich auf dem Platz ändern muss, gerade gegen eine erfahrene Mannschaft wie Morbach es ist, ist das Zweikampfverhalten. Woche für Woche ist das eins der großen Kirchberger Probleme. Defensiv werden die entscheidenden Duelle verloren, was zu häufig zu Gegentoren führt, offensiv werden die Duelle ebenfalls verloren, was sich in gerade einmal sechs Treffern in sechs Partien ebenfalls widerspiegelt. Wie gesagt: Vielleicht kommt da das kleine Derby genau zur richtigen Zeit.
Quelle: Rheinzeitung
Morbach bereitet sich auf unangenehme Aufgabe vor
Vor dem Hunsrück-Duell in Kirchberg ist die Zuversicht bei der Fußballvereinigung Hunsrückhöhe Morbach groß. Gleichzeitig warnt Co-Trainer Björn Griebler: „Der 2:1-Sieg am Sonntag gegen den SV Laubach war wichtig für den Kopf. Kirchberg ist augenscheinlich nicht in Form. Das spielt aber keine Rolle, da sie immer ein unangenehmer Gegner sind. Von den drei Spielen in der englischen Woche ist Kirchberg für uns der unangenehmste Gegner. In der Regel hat Kirchberg die direkten Duelle gegen uns meist gewonnen, weshalb wir umso motivierter sind. Wir wollen drei Punkte einfahren und den Anschluss nach oben nicht verlieren.“
Quelle: Volksfreund
